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Die "blaue Stunde"

Herzlich willkommen zu unserer "blauen Stunde" am 21. September 2021!





Unser Märchen zur "blauen Stunde": Rumpelstilzchen


Es war einmal ein Müller, der war arm, aber er hatte eine schöne Tochter. Nun traf es sich, daß er mit dem König zu sprechen kam, und um sich ein Ansehen zu geben, sagte er zu ihm: "Ich habe eine Tochter, die kann Stroh zu Gold spinnen." Der König sprach zum Müller: "Das ist eine Kunst, die mir wohl gefällt, wenn deine Tochter so geschickt ist, wie du sagst, so bring sie morgen in mein Schloß, da will ich sie auf die Probe stellen."

Als nun das Mädchen zu ihm gebracht ward, führte er es in eine Kammer, die ganz voll Stroh lag, gab ihr Rad und Haspel und sprach: "Jetzt mache dich an die Arbeit, und wenn du diese Nacht durch bis morgen früh dieses Stroh nicht zu Gold versponnen hast, so mußt du sterben." Darauf schloß er die Kammer selbst zu, und sie blieb allein darin. Da saß nun die arme Müllerstochter und wußte um ihr Leben keinen Rat: sie verstand gar nichts davon, wie man Stroh zu Gold spinnen konnte, und ihre Angst ward immer größer, daß sie endlich zu weinen anfing. Da ging auf einmal die Türe auf, und trat ein kleines Männchen herein und sprach: "Guten Abend, Jungfer Müllerin, warum weint Sie so sehr?"

"Ach," antwortete das Mädchen, "ich soll Stroh zu Gold spinnen und verstehe das nicht." Sprach das Männchen: "Was gibst du mir, wenn ich dirs spinne?" - "Mein Halsband," sagte das Mädchen. Das Männchen nahm das Halsband, setzte sich vor das Rädchen, und schnurr, schnurr, schnurr, dreimal gezogen, war die Spule voll. Dann steckte es eine andere auf, und schnurr, schnurr, schnurr, dreimal gezogen, war auch die zweite voll: und so gings fort bis zum Morgen, da war alles Stroh versponnen, und alle Spulen waren voll Gold.

Bei Sonnenaufgang kam schon der König, und als er das Gold erblickte, erstaunte er und freute sich, aber sein Herz ward nur noch goldgieriger. Er ließ die Müllerstochter in eine andere Kammer voll Stroh bringen, die noch viel größer war, und befahl ihr, das auch in einer Nacht zu spinnen, wenn ihr das Leben lieb wäre. Das Mädchen wußte sich nicht zu helfen und weinte, da ging abermals die Türe auf, und das kleine Männchen erschien und sprach: "Was gibst du mir, wenn ich dir das Stroh zu Gold spinne?"

"Meinen Ring von dem Finger," antwortete das Mädchen. Das Männchen nahm den Ring, fing wieder an zu schnurren mit dem Rade und hatte bis zum Morgen alles Stroh zu glänzendem Gold gesponnen. Der König freute sich über die Maßen bei dem Anblick, war aber noch immer nicht Goldes satt, sondern ließ die Müllerstochter in eine noch größere Kammer voll Stroh bringen und sprach: "Die mußt du noch in dieser Nacht verspinnen: gelingt dir's aber, so sollst du meine Gemahlin werden." - "Wenn's auch eine Müllerstochter ist," dachte er, "eine reichere Frau finde ich in der ganzen Welt nicht." Als das Mädchen allein war, kam das Männlein zum drittenmal wieder und sprach: "Was gibst du mir, wenn ich dir noch diesmal das Stroh spinne?" - "Ich habe nichts mehr, das ich geben könnte," antwortete das Mädchen. "So versprich mir, wenn du Königin wirst, dein erstes Kind." - "Wer weiß, wie das noch geht," dachte die Müllerstochter und wußte sich auch in der Not nicht anders zu helfen; sie versprach also dem Männchen, was es verlangte, und das Männchen spann dafür noch einmal das Stroh zu Gold. Und als am Morgen der König kam und alles fand, wie er gewünscht hatte, so hielt er Hochzeit mit ihr, und die schöne Müllerstochter ward eine Königin.

Über ein Jahr brachte sie ein schönes Kind zur Welt und dachte gar nicht mehr an das Männchen: da trat es plötzlich in ihre Kammer und sprach: "Nun gib mir, was du versprochen hast." Die Königin erschrak und bot dem Männchen alle Reichtümer des Königreichs an, wenn es ihr das Kind lassen wollte: aber das Männchen sprach: "Nein, etwas Lebendes ist mir lieber als alle Schätze der Welt." Da fing die Königin so an zu jammern und zu weinen, daß das Männchen Mitleiden mit ihr hatte: "Drei Tage will ich dir Zeit lassen," sprach er, "wenn du bis dahin meinen Namen weißt, so sollst du dein Kind behalten."

Nun besann sich die Königin die ganze Nacht über auf alle Namen, die sie jemals gehört hatte, und schickte einen Boten über Land, der sollte sich erkundigen weit und breit, was es sonst noch für Namen gäbe. Als am andern Tag das Männchen kam, fing sie an mit Kaspar, Melchior, Balzer, und sagte alle Namen, die sie wußte, nach der Reihe her, aber bei jedem sprach das Männlein: "So heiß ich nicht." Den zweiten Tag ließ sie in der Nachbarschaft herumfragen, wie die Leute da genannt würden, und sagte dem Männlein die ungewöhnlichsten und seltsamsten Namen vor "Heißt du vielleicht Rippenbiest oder Hammelswade oder Schnürbein?" Aber es antwortete immer: "So heiß ich nicht."

Den dritten Tag kam der Bote wieder zurück und erzählte: "Neue Namen habe ich keinen einzigen finden können, aber wie ich an einen hohen Berg um die Waldecke kam, wo Fuchs und Has sich gute Nacht sagen, so sah ich da ein kleines Haus, und vor dem Haus brannte ein Feuer, und um das Feuer sprang ein gar zu lächerliches Männchen, hüpfte auf einem Bein und schrie:

"Heute back ich,

Morgen brau ich,

Übermorgen hol ich der Königin ihr Kind;

Ach, wie gut ist, daß niemand weiß,

daß ich Rumpelstilzchen heiß!"

Da könnt ihr denken, wie die Königin froh war, als sie den Namen hörte, und als bald hernach das Männlein hereintrat und fragte: "Nun, Frau Königin, wie heiß ich?" fragte sie erst: "Heißest du Kunz?" - "Nein." - "Heißest du Heinz?" - "Nein." - "Heißt du etwa Rumpelstilzchen?"

"Das hat dir der Teufel gesagt, das hat dir der Teufel gesagt," schrie das Männlein und stieß mit dem rechten Fuß vor Zorn so tief in die Erde, daß es bis an den Leib hineinfuhr, dann packte es in seiner Wut den linken Fuß mit beiden Händen und riß sich selbst mitten entzwei.

aus: Brüder Grimm, Kinder- und Hausmärchen, Nr. 55




Blaues Babbeln

Blau blitzt und blinkt der Blautopf bei Blaubeuren.

Bei Blaubeuren blitzt und blinkt der Blautopf blau.




Einen kleinen Drachen basteln


Nimm ein rechteckiges Blatt Papier und knicke es in der Mitte längsseitig

Knicke alle 4 Ecken bis zur Mittellinie

Die untere Dreiecksseite musst Du wieder bis Zur Mittellinie knicken. Die geknickten Teile in Der Mitte zusammenkleben

Der Drachenkörper ist fertig.

Jetzt bekommt er noch einen Schwanz. Dazu benötigst Du einen längeren Faden und kleine bunte Papierrechtecke, die Du in der Mitte einmal um sich selbst drehst.

Die entstandenen Schleifen knotest Du an den Faden.

Jetzt sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt:

Ein Gesicht mit Ohren kann entstehen oder Du malst den Drachen bunt an - wie jeder möchte






Träumerei in Hellblau

Alle Landschaften haben
Sich mit Blau gefüllt.
Alle Büsche und Bäume des Stromes,
Der weit in den Norden schwillt.

Blaue Länder der Wolken,
Weiße Segel dicht,
Die Gestade des Himmels in Fernen
Zergehen in Wind und Licht.

Wenn die Abende sinken
Und wir schlafen ein,
Gehen die Träume, die schönen,
Mit leichten Füßen herein.

Zymbeln lassen sie klingen
In den Händen licht.
Manche flüstern, und halten
Kerzen vor ihr Gesicht.

Georg Heym



Was bedeutet eigentlich "unser blauer Planet"?


Die Erde sieht aus dem Weltall / dem Kosmos betrachtet überwiegend blau aus, weil wir die großen Ozeane blau sehen. Die südliche Erdhalbkugel ist z.B. fast vollständig von Meeren bedeckt.

Schau dir auch mal einen Globus oder ein Bild von der Erde an!


So beschrieb es ein Kosmonaut, als er die Erde zum ersten Mal aus dem Weltall sehen konnte:





Blaubeer - Muffins

Zutaten für 18 Stück:

1        Bio-Ei Größe M
50g   weiche Butter
1 P.     Vanillezucker
100g  Zucker
200g Dinkelmehl Typ 630
50g   gem. Mandeln
1        gute Prise Meersalz
½ P.   Backpulver
250g Magermilchjoghurt
200g Heidelbeeren
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Backofen auf 180 ° C vorheizen (Umluft 160 °C).
Ei, Butter, Vanillezucker und Zucker schaumig rühren.
Mehl, Mandeln, Salz und Backpulver mischen und über die Eicreme geben. Den Joghurt zufügen und alles schnell zu einem Teig verarbeiten. Heidelbeeren abspülen und trocken tupfen. Heidelbeeren unterrühren.
Teig in 18 Muffin-Förmchen füllen und auf ein Backblech oder ein Muffinblech setzen. Die Muffins im Backofen etwa 20 min. backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Mit Puderzucker bestäuben oder mit Zitronenguss überziehen.

Guten Appetit!


Zu Euren Blaubeer - Muffins passt sicher gut ein Glas Traubensaft. Roter Traubensaft wird aus solchen blauen Weintrauben gewonnen:



Wir hoffen, es hat Euch gefallen?

Dann treffen wir uns an dieser Stelle gern wieder ab dem 21. Oktober 2021 und wünschen Euch bis dahin eine schöne Zeit!

Euer PRISMA-Team!